Ein Tag in der Steinzeit – oder: Was Holger mit uns macht

Am heutigen Dienstag machten sich die beiden vierten Klassen aus Hausen und Lahr auf den Weg zu einem ganz besonderen Abenteuer: dem Steinzeittag mit MOLAMU von Dr. Holger Rittweger.

Schon im Vorfeld war die Aufregung groß. Viele Kinder erinnerten sich noch gut an den Geo-Erlebnistag und wussten: Ein Tag mit Holger ist nie langweilig – aber immer spannend, fordernd und voller Überraschungen!

Und tatsächlich: Kaum betraten wir die Grillhütte, war klar, dass wir in eine andere Welt eingetaucht waren. Die Hütte hatte sich in eine echte Steinzeithöhle verwandelt – mit Höhlenmalereien an den Wänden und geheimnisvoller Atmosphäre. Schnell wurden wir Teil einer spannenden Rahmengeschichte rund um die beiden Steinzeitclans „Li“ und „Re“, die uns durch den Tag begleitete.

Im Laufe des Tages galt es, viele Rätsel und Aufgaben zu lösen und dabei Punkte für den eigenen Clan zu sammeln. An zahlreichen Ausstellungsstücken aus Holgers beeindruckender MOLAMU-Sammlung konnten wir entdecken, wie die Menschen der Altsteinzeit lebten. Besonders spannend war dabei: Man durfte die Exponate nicht nur anschauen, sondern auch anfassen! Mit geschickten Leitfragen führte Holger uns immer wieder dazu, selbst Antworten zu finden, neue und eigene Ideen zu entwickeln und Zusammenhänge zu erkennen.

Dabei wurde schnell klar: Die Menschen der Altsteinzeit waren unglaublich erfinderisch, praktisch und klug. Sie entwickelten Werkzeuge, nähten Kleidung aus Fellen, bauten Waffen, machten Feuer und fanden clevere Wege, in einer harten und oft gefährlichen Umwelt zu überleben. Und wie das alles wohl so erfunden wurde? Teils Zufallserfindungen, oft kluge Beobachtung und zielgerichtetes Handeln.

Natürlich durfte auch das passende Steinzeitgefühl nicht fehlen: Mit Fellen verkleidet und mit Erdfarben bemalt verwandelten sich die Kinder selbst in kleine Steinzeitmenschen. Das machte so großen Spaß – bei 35 Grad allerdings nur für begrenzte Zeit! Zum Glück sorgte der Platz am Waldrand für etwas Abkühlung.

Ein echtes Highlight war das Feuermachen nach Steinzeitart. Gemeinsam und in Kleingruppen wurde ausprobiert, geschabt, gepustet und gehofft. Dabei merkten alle schnell, wie mühsam und anstrengend es früher gewesen sein muss, ein Feuer zu entzünden – und wie wertvoll es dann gewesen sein musste. In Gemeinschaftsarbeit mit Holger waren wir erfolgreich und kümmerten uns eine ganze Weile um das eigens entzündete Feuer: „Fühlt euch in das Feuer ein!“ 😉

Für Begeisterung sorgte auch das Bogenschießen: Jedes Kind traute sich, und tatsächlich gelang es allen, den Bogen erfolgreich zu spannen und Pfeile ins Ziel zu bringen. Beim anschließenden Tauziehen zeigten die Clans dann noch einmal echten Kampfgeist. Mit viel Einsatz, lautem Jubel und großem Ehrgeiz (Halloooo, da lernte man einige Viertklässler noch einmal ganz anders kennen: als wilde Tiere!) wurde gezogen, was das Zeug hielt – aber ganz ohne böse Worte. So entstand zwischen beiden Klassen eine tolle, fröhliche und faire Atmosphäre.

Neben viel Bewegung, Spiel und Spaß nahmen die Kinder vor allem eines mit: großen Respekt vor den Menschen der Altsteinzeit und ihrer Lebensweise. Wie hart ihr Alltag gewesen sein muss – und wie viel Wissen, Geschick und Ausdauer sie brauchten.

Am Ende stand noch eine spannende Frage im Raum: Wenn man unsere heutige Zeit irgendwann einmal aus der Zukunft betrachten wird – wie wird man sie wohl nennen? Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit … und heute? Vielleicht Plastikzeit?

Ein nachdenklicher Impuls zum Abschluss – und vielleicht und hoffentlich noch mehr als ein Impuls für unsere Viertklässler, die selbst bald in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen.

Ach, und rückblickend…

blieb es trotz ausreichender Trinkpausen ein typischer Tag mit Holger: intensiv, lehrreich – und ganz sicher unvergesslich und : (heraus-) fordernd 😉.

Jetzt darf der Tag abgeschlossen sein.
Haken dran.
Feuer aus.
Felle ab.
Clan aufgelöst.

Jetzt ist vermutlich eher wieder Jetzt-Zeit angesagt:
sesshaft werden, essen, trinken und regenerieren.

 

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